Elbeforum Brunsbüttel - Hier spielt die Musik

Der Stoff ist ein echter Klassiker der Operettenwelt: Manon, eine Frau, die weiß, was sie will! – und oft auch bekommt. Sie ist die Operettendiva, die vom jungen Raoul verehrt wird, während in diesen wiederum die junge Lucy verliebt ist. Lucy bittet Manon, Raoul für sie aufzugeben, ohne zu wissen, dass Manon ihre Mutter ist. Schon sind wir mittendrin im wilden Karussell der Verwechslungen, das in dieser Inszenierung zu einem temporeichen und irrwitzigen Spektakel wird. Die Operette, bearbeitet für zwei Darstellende und ein Piano, sorgt für ein Erlebnis, das sich von traditionellen Aufführungen deutlich abhebt. Mit der Auszeichnung des „Operetten Frosch“ von BR-Klassik hat diese Inszenierung höchste Anerkennung erhalten. Auf der Bühne erleben wir Christine Rothacker, die ihre Ausbildung u.a. in London und Paris absolvierte. An ihrer Seite steht André Haedicke, der Musical an der UdK Berlin studierte. Gemeinsam spielen, singen und tanzen sie sich am 25.04.25 voller Energie durch insgesamt 15 Rollen. So haben Sie Operette noch nie erlebt!

 

Sie machen wieder bei uns fest mit ihrem Kutter, die Hamburger Hafenband der frischen Art. Mahoin, die früher Albers Ahoi hießen, haben am 27.04.25 wieder jede Menge gute Laune und Musik dabei, vom Shanty, über den Schlager bis zum Gassenhauer aus Hamburg, dem Tor zu Welt. Und im Schlepptau haben die Jungs erstklassiges Varieté aus dem Herzen der Stadt dabei, charmant, elegant und mitunter ganz schön atemberaubend. Ein richtig schöner Abend mit Allem was die Hansestadt ausmacht. Bei uns auch wieder in der beliebten Varieté-Bestuhlung mit Tischbedienung nahe der Bühne. Achtung! Das Kontingent ist limitiert. Der Spaß an diesem Abend nicht. 

 

Das in dieser Spielzeit letzte Konzert unseres Klassik-Aboringes ist zugleich eines der Kraftvollsten. Dirigiert von Sergi Roca Bru treffen am 03.05.25 in diesem Konzert des SH-Sinfonieorchesters zwei für lange Zeit zu Unrecht vergessene Komponistinnen, denen es entgegen aller Vorurteile gelang, das Publikum ihrer Zeit zu begeistern, auf zwei Titanen der klassischen Musik. Emilie Mayer die vermutlich erste hauptberufliche Komponistin der Welt, komponierte nur wenige Jahre vor ihrem Tod die FAUST-Ouvertüre – ihr letztes großes Orchesterwerk und einer ihrer größten Erfolge. Die reichen Klangfarben ihrer Musik, die noch stark von der Wiener Klassik geprägt sind, lassen keinen Zweifel, warum sie den Beinamen „weiblicher Beethoven“ erhielt. Für Giacomo Puccini ungewohnte Klänge bieten seine 1890 entstandenen „Crisantemi“, ein ursprünglich für Streichquartett geschriebenes Lamento, das eindrücklich den Schmerz eines Trauernden wiedergibt. Die Musik von Florence Price lässt sich als wahrhaft amerikanisch bezeichnen. Sie war die erste schwarze Komponistin, deren Werke von großen Orchestern gespielt wurden, und schuf aus Elementen der europäischen Romantik und afro-amerikanischer Volks- und Kirchenmusik eine einmalige Klangwelt, die auch in ihrem einzigen Klavierkonzert unverkennbar ist. Ludwig van Beethovens 7. Sinfonie in strahlendem A-Dur bildet den Abschluss des Abends. Diese Sinfonie entstand unter dem Eindruck von Napoleons Russlandfeldzug und erscheint besonders in ihrem stürmischen vierten Satz als ein Aufruf zu Widerstand und Freiheit. Nicht zuletzt ließ dieser Umstand die unmittelbar nach der gewonnenen Völkerschlacht bei Leipzig stattgefundene Uraufführung 1813 zu einem enormen Erfolg werden.